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Die Berlin-Blockade

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Die Berlin-Blockade

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der totalen Niederlage des Deutschen Reiches verlor Deutschland große Teile seines Gebietes östlich der Oder-Neiße-Linie. Das übrige deutsche Staatsgebiet teilten sich die alliierten Siegermächte – die USA, Großbritannien und Frankreich – in vier Besatzungszonen auf. Die Besatzungszone im Osten stand unter sowjetischer, die drei im Westen unter britischer, französischer und amerikanischer Kontrolle. Die ehemalige deutsche Hauptstadt Berlin befand sich inmitten der sowjetischen Zone, war aber in vier Sektoren aufgeteilt.

Die Anwesenheit der Westalliierten in Berlin störte den sowjetischen Diktator Josef Stalin. Nach Kriegsende hatte die Sowjetunion ihren Einfluss auf die Staaten in Osteuropa ausgedehnt, dort Regierungen mit moskautreuen Kommunisten eingesetzt und die Wirtschaft nach sowjetischem Vorbild verstaatlicht. Das gleiche hatte Stalin auch mit Ostdeutschland vor. Den schrittweisen Zusammenschluss der drei westlichen Zonen durch die anderen Besatzungsmächte empfand er als eine Bedrohung; umgekehrt waren die Westmächte von der sowjetischen Expansion beunruhigt.

Um Wirtschaft und Handel anzukurbeln, führten die Westmächte ohne Zustimmung der Sowjetunion in ihren Zonen eine neue einheitliche Währung ein: die Deutsche Mark. Darin sah die Sowjetunion eine Verletzung ihrer Rechte als Siegermacht. Am 24. Juni 1948 verhängte Stalin eine weitreichende Blockade über Berlin. Sein Ziel war es, die mehr als zwei Millionen Einwohner West-Berlins von der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern abzuschneiden und damit die Westalliierten zu Verhandlungen zu zwingen. Stalin ließ alle Bahnlinien, Straßen und sogar die Wasserwege von Westdeutschland nach Berlin sperren.

Der einzige Weg, Berlin zu versorgen, war nun aus der Luft. In kürzester Zeit organisierte der Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone, General Lucius D. Clay, die Einrichtung einer Luftbrücke.

Drei Luftkorridore wurden eingerichtet: Zwei für den Flugverkehr in die Stadt hinein und ein dritter für Flüge aus der Stadt heraus. So wurden pro Tag etwa 800 Flüge möglich gemacht, insgesamt 280 000 während der fast elfmonatigen Blockade.

Die amerikanischen und britischen Flugzeuge – im Volksmund „Rosinenbomber“ genannt – brachten ungefähr 2,5 Millionen Tonnen an Gütern, vor allem Lebensmittel, Kohle und Maschinen, nach West-Berlin.

Stalin musste einsehen, dass sein Plan gescheitert war. Im Mai 1949 brach er die Blockade ab.

Durch die Berlin-Blockade waren die Westmächte enger zusammen gerückt und das Misstrauen gegenüber der Sowjetunion gewachsen. Die Berlin-Blockade gilt auch als „erste Schlacht des Kalten Krieges“ – so wird der immer größer werdende Konkurrenzkampf zwischen den beiden Machtblöcken West und Ost genannt – angeführt von den USA auf der einen und der Sowjetunion auf der anderen Seite.

Eine gemeinsame politische Lösung für Deutschland war undenkbar geworden. Die Westmächte einigten sich deshalb darauf, einen westdeutschen Teilstaat zu gründen. Im Mai 1949 wurde in den Westzonen die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Hauptstadt der Bundesrepublik wurde Bonn. Die Sowjetunion reagierte darauf im Oktober 1949 mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik, kurz DDR genannt. Deren Hauptstadt war von da an Ostberlin.